Kann ein Sturz während der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt führen?

Erfahren Sie, wie ein Trauma durch einen Sturz oder eine Verletzung zum Verlust einer Schwangerschaft und dem tatsächlichen Risiko einer Fehlgeburt führen kann.

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Es ist eine dieser Konventionen, die man in Filmen häufig sieht: Eine Frau fällt eine Treppe hinunter, landet im Krankenhaus, verliert aber schließlich (und meist dramatisch) ihr Baby. Aber sind solche Situationen nur ein filmisches Gerät, oder passieren Fehlgeburten tatsächlich so?

Die einfache Antwort lautet: Ja, ein Trauma kann zum Verlust einer Schwangerschaft führen, aber in Bezug auf das tatsächliche Risiko hängt es weitgehend vom Stadium der Schwangerschaft ab.

Der weibliche Körper ist so gebaut, dass er einem gewissen Maß an kleinen Traumata beim Tragen eines Embryos oder Fötus standhält. Es gibt jedoch Umstände und Bedingungen, die die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt (innerhalb der ersten 20 Wochen) oder einer Totgeburt (nach den ersten 20 Wochen) im Falle einer Verletzung erhöhen können.

Sturz in der frühen Schwangerschaft

Im Allgemeinen führt ein Sturz im ersten Trimester nicht zu einer Fehlgeburt. In diesem Stadium der Schwangerschaft sitzt die Gebärmutter tief im Becken und ist durch die Beckenknochen der Mutter gut geschützt. Aufgrund der Position der Gebärmutter und der Größe des Fötus selbst ist es unwahrscheinlich, dass das Herunterfallen über die Treppe oder ein ähnliches Trauma das Baby verletzt.

Dies hängt natürlich stark vom Ausmaß des Unfalls ab. Ist die Mutter beispielsweise an einem Autounfall beteiligt, besteht die Gefahr einer Plazentaablösung (wobei die Plazenta vom Uterus getrennt ist). Aber selbst in diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, ziemlich gering. Tatsächlich zeigen die meisten Studien, dass dieses Risiko einer Abruption nach einem leichten Unfall nur etwa 5 Prozent beträgt.

Größere Kollisionen hingegen sind aufgrund der Geschwindigkeit und des Potenzials für stumpfe Krafteinwirkungen mit einem Risiko von 40 bis 50 Prozent verbunden. Aber auch dann ist eine Fehlgeburt mehr mit einer späteren Schwangerschaft als mit einer frühen Schwangerschaft verbunden.

Späterer Rückgang in der Schwangerschaft

Nach dem ersten Trimester wird die Gebärmutter größer. Dies allein erhöht das Risiko einer Schädigung des Babys oder einer Schädigung der Plazenta im Falle einer Verletzung.

Dennoch ist der weibliche Körper so konzipiert, dass er einem bestimmten Stoß standhält. Während des zweiten und dritten Trimesters wird das Baby weitgehend durch den Pool an Fruchtwasser (das den Schock absorbiert) sowie durch die verschiedenen Membranen, Muskeln, Knochen und Fett, die den Beckenbereich unterstützen, geschützt.

Alle diese Schichten zusammen bieten Schutz, sollte man tatsächlich fallen. Und die Chancen stehen gut, dass Sie es schaffen. Wenn der Bauch wächst, verschiebt sich dein Schwerpunkt nach vorne, was es dir erschwert, ausgeglichen zu bleiben. Es ist aus diesem Grund, dass die meisten fallen in den häufigsten während des dritten Trimesters.

Schwangerschaftshormone, insbesondere das Hormon Relaxin, können Sie auch unsicher an den Füßen machen. Wie der Name schon sagt, wird Relaxin vom Körper produziert, um die Bänder im Becken zu entspannen und den Gebärmutterhals zur Vorbereitung der Geburt zu erweichen und zu erweitern. Dadurch werden deine Gelenke lockerer, dein Gleichgewicht ist unsicher und deine Chance zu fallen ist größer.

Aber selbst wenn Sie das tun, ist das Risiko für Ihr Baby immer noch gering.

Was tun, wenn Sie während der Schwangerschaft fallen?

Wenn Sie schwanger sind und einen Sturz oder eine Verletzung erlitten haben (einschließlich kleinerer Autounfälle), sollten Sie Ihren Arzt anrufen, um den wahrscheinlichen Schaden zu beurteilen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie sich in Ihrem zweiten oder dritten Trimester befinden.

Wenn Sie Bauch- oder Rückenschmerzen, Krämpfe, Schwindel haben, Wehen haben, oder einen vaginalen Ausfluss oder Blutungen haben, rufen Sie sofort Ihren Arzt an und gehen Sie direkt in die Notaufnahme.

Unter keinen Umständen sollten Sie warten, wenn die Aufmerksamkeit auf eine verminderte fetale Bewegung gerichtet ist. In einem solchen Fall muss eine Bewertung mit Hilfe von Ultraschall, externer fetaler Überwachung (EFM) und anderen Diagnose- und Bildgebungstechniken durchgeführt werden.

Ein Wort von sehr gut

Unabhängig vom statistischen Risiko sollte alles getan werden, um eine Verletzung der Bauchregion während der Schwangerschaft zu vermeiden. Dies bedeutet, dass jede rigorose Aktivität wie Abfahrtsski, Wasserski, Offroad-Radfahren, Reiten, Surfen oder Gymnastik vermieden wird. Vermeiden Sie bei Bedarf Risiken.

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Risuem Perm
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